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— by @patrick_onrails, 2023-09-12T10:35:34.964Z

🚨 Die Situation der Stellwerke in Deutschland ist alarmierend. Viele Stellwerke leiden unter #Personalengpässen oder sind zeitweilig sogar gänzlich unbesetzt, was zu erheblichen Problemen im #Bahnverkehr führt, wie #Zugausfällen und #Verspätungen.

Diese Herausforderungen werden in den kommenden Jahren durch den demographischen Wandel verschärft, da eine beträchtliche Anzahl von Fahrdienstleiter:innen in den Ruhestand geht.

Hinzu kommt, dass immer noch etwa 30% der Stellwerke auf veraltete Relaisstellwerkstechnik aus den 1930er Jahren setzen, die ineffizient arbeitet und mehr Personal erfordert. Im Gegensatz dazu gibt es nur sehr wenige moderne digitale Stellwerke, die wesentlich effizienter arbeiten und weniger Personal benötigen. Die Tatsache, dass es in #Deutschland nur zwei digitale Stellwerke gibt, führt dazu, dass das vorhandene #Personal schwer flexibel zwischen den verschiedenen Stellwerken eingesetzt werden kann und auf die Bedienung lokaler Standorte spezialisiert ist.

Die #Eisenbahnverkehrsunternehmen tragen die Konsequenzen unbesetzter Stellwerke. Wirtschaftliche Schäden, unzufriedene Fahrgäste und Verspätungen in den #Lieferketten sind an der Tagesordnung. Die negativen Auswirkungen beeinträchtigen den Wettbewerb zwischen Schiene und Straße erheblich.

Auf der #Straße wäre eine solche Situation undenkbar. Man stelle sich vor, Straßen würden gesperrt werden, weil niemand vor Ort ist, um die Ampeln zu bedienen. Die Forderungen der Branche nach einer vollständigen Besetzung der Stellwerke, der schnelleren Inbetriebnahme moderner Stellwerke und angemessener finanzieller Kompensation werden jedoch bisher nicht erfüllt. Bei Nicht-Leistung zahlt die DB Netz AG keine Entschädigungen und die Unternehmen bleiben auf den Kosten sitzen. Das schadet zum einen ihrer Wirtschaftlichkeit, zum anderen dem Ruf eines zuverlässigen Güterverkehrs auf der #Schiene.